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Soglio

ist ein bezauberndes, ca. 300 Seelen zählendes Dorf im Bergell. Wie
man bei archäologischen Funden festgestellt hat, war diese Gegend
schon in prähistorischen Zeiten besiedelt. Das Dorf befindet sich
auf einer Sonnenterrasse des Nordhangs des Tals. Es ist ein sehr
alter Ort. Hier führte die Römerstrasse, die Septima, vorbei. Sie
war ein äusserst wichtiger Verbindungsweg durch die Alpen. 1189
wurde Soglio erstmals urkundlich erwähnt; frühere Dokumente sind
wohl während der Kriegswirren und Belagerungen verloren gegangen.

Im Jahre 1354 wurde die Dorfkirche St. Lorenzo erbaut, die heute
noch als Wahrzeichen von Soglio gilt. Restauriert und vergrößert in
den Jahren 1506 und 1750. Viele Bürger dieses Tales traten ihren
Dienst als Söldner für fremde Herren an. Etliche kamen zu Rang und
Namen. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat bauten sie sich
Herrschaftshäuser im mondänen Stil der damaligen Grossstädte.
Wichtig war die Dynastie der Familie von Salis-Soglio 17.Jh., von
der wir im Palast Salis, heute Hotel Palazzo Salis Zeugnis finden.
Dichter wie Rainer Maria Rilke oder Nietzsche, angetan von diesem "soglia
sul paradiso" (Soglio heisst tatsächlich "Tor zum Himmel"), setzten
dem Ort in Gedichten und Romanen ein bleibendes Denkmal. Giovanni Segantini fand hier die Inspiration zu seinem berühmten Altarbild "Triptikon"
"Da verschmelzen die felsigen Joche und die ewigen Gletscher mit dem
zarten Duft der Triften und dem tiefen Grün der Arvenwälder, und der
blaue Himmel spiegelt sich in den Seen, die noch hundertmal blauer
sind als der Himmel!"
(Giovanni Segantini, lebte von 1894 - 1899 in Malora)
Soglio wird auch zunehmend für Seminarien und Symposien auf höchster
Ebene gewählt. Die Ruhe und die gesunde, würzige Bergluft
begünstigen die Erholung aber auch das Entstehen von neuen Ideen und
kreativen Gedanken.
WIE KOMMT MAN NACH SOGLIO

Anreise von der S. Bernardino-Autobahn. Bei Thusis Autobahn
verlassen und Richtung St. Moritz fahren. Bei Silvaplana Richtung
Maloja/Chiavenna bis Promontogno. Von hier aus den Hinweisschildern
in Richtung Soglio folgen.
UNTERKUNFT
Das Ente Turistico Tel. ++41 81 822 15 55 ist Ihnen bei der Suche
nach Übernachtungsmöglichkeiten gerne behilflich. Es empfiehlt sich,
frühzeitig nachzufragen und zu reservieren. Für Automobilisten
stehen zwei grosse, bewachte Parkplätze am Dorfrand zur Verfügung.
Die Postautoverbindung im Stundentakt erlaubt eine problemlose
Anreise mit öffentlichen Vehrkehrsmitteln.
AUSFLÜGE
Die umliegenden Wälder und Berge bieten jedem ein reichhaltiges
Angebot an herrlichen Wanderwegen. Von leichten Spaziergängen bis
hin zu langen Wanderungen, jeder kommt auf seine Kosten. Die Wege
sind gut beschildert.

ATTRAKTIONEN:
- Palazzo Salis in Soglio mit seinem Rosengarten.
- Schloss und Museum Mur in Stampa.
- Museum Chesa Grande in Stampa.
- Restaurant "Bregaglia" in Promontogno,
- Konzerte und Vorführungen in den historischen Kirchen und Kapellen
der Region.
- Der Naturgarten in Val Bondasca, ein Kunstwerk, das von Mutter
Natur während Jahrmillionen geschaffen wurde.
Castasegna
Es ist ein von Kastanienwäldern umgebenes Grenzdorf. Sehenswert sind
die alten Waschbrunnen im Dorf, die Reste des Turms Caslac am
Nordhang und der Lehrpfad im Kastanienwald. Die evangelische Kirche
stammt aus dem Jahr 1660. Der Kirchturm wurde 1675 von Pietro Bolla
gebaut und die Uhr 1678 von Elias Bart. Die im Jahr 1409 erstmalig
erwähnte Kirche von San Giovanni Battista befindet sich im Ortsteil
Boscaia. Am Schiff und am Chor sind verschiedenen Baueingriffe
erkennbar.
Der Lehrpfad des Kastanienwaldes
Für die Geschichte und die Kultur des Dorfes Castasegna ist der
Kastanienwald von großer Bedeutung. Um diesen besser kennen zu
lernen wurde ein Lehrpfad mit Informationstafeln eingerichtet. Dort
findet man Informationen über die speziellen Aspekte von Flora und
Fauna dieses Gebietes, die Kastaniensorten und die Kultivierung. In
einer "Modellhütte", die noch heute in Verwendung ist, erfahren die
Besucher alles über Trocknung und Verarbeitung der Kastanien. Auf
Anfrage gibt es auch Führungen.
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