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Horst Gutekunst
Nomen est Omen?
Was für ein Name! Sagen vielleicht wenige, die anderen sagen nichts.
Wer ist der Gründer der Linea-Bregaglia und was steckt dahinter?

Im letzten Lebensdrittel angekommen, erzähle ich hier meine
Erlebnisse, welche maßgeblich dazu beigetragen haben die
Linea-Bregaglia entstehen zu lassen und zu dem werden zulassen, was
sie heute ist.
Heute empfinde ich so; eine große Dankbarkeit meinem Leben
gegenüber, welches unter den schwierigsten Umständen geprüft wurde
und mich zu dem werden ließ, was ich heute mit meiner Person und
meinen Produkten verkörpere und lebe.
Es ist mir heute, nach 20 Jahren Bergell, bewusst geworden, dass
alle, aber auch alle Gründe, nur dazu da sind mich zu fördern und zu
entwickeln. An alle dem, was bisher aus mir entstand und noch
wandeln mag, wird/soll mich mit Freude, Glück und Zufriedenheit
erfüllen und der Linea-Bregaglia vollumfänglich zu gute kommen.
Die Manifestationen der Linea-Bregaglia, so wie sie sich bis jetzt
entwickelt haben, sind heute sichtbar, als das wunderbare Gesamtwerk
von Horst und Urs (auch in der
holographyc-arts.ch ersichtlich).
Die Linea-Bregaglia ist im Jahre 2005 angekommen! In Urs fand ich
den Nachfolger, welcher mit Freude und Begeisterung die
Verantwortung für die Linea-Bregaglia übernehmen wird. Es ist für
mich der Zeitpunkt gekommen, geschaffenes loszulassen, um mich den
Pflichten meines letzten Lebensdrittels zu widmen zu können.
In einem Raum, des positiven und energiegeladenen Austausches, haben
die Beiden der Sache und dem Werk, heute ein neues Gesicht, mit
neuen Leben gegeben.
Gottes Wege, sie seien unergründlich!
Oh, ja, mein Weg war das ganz besonders! Ich danke es Ihm, der
Größer ist als ich.
Ich durfte erfahren, dass alles was geschieht, miteinander verbunden
und vernetzt ist.
Wenn’s möglich, und, oder, auch nötig wäre, würde ich es noch
einmal, und alles gleich tun.
Geboren 1941, in Basel,
Schule normal, Es war eine Autoritäre Zeit, Doppelmoral, Bigott
Lehre als Chemielaborant, 1963. Von 63 bis 71 Phtalocyaninpigmente,
sonst nichts, Die Fa. Sandoz, damals beherrscht von Menschen, die
mit Umgang in kalkulierter Verantwortungslosigkeit, die Geschicke
der Firma leiteten,, s.d. Thoya Meissen,AZ-CH, was sich später am
Basler-Himmel und Hölle, als die eben verhinderte Dioxinkatastrophe
(mit Ausnahme von Seveso) entpuppte.
Ich fühlte mich nicht mehr wohl, dort wo ich war.
Turbulenzen auf dem Arbeitsmarkt. Spurenanalysen, Dioxin, DDT,
Chlordan Lindan usw. 1971 bis 1981 Spezialist für
Metabolitenanalytik. Stress pur, auf meine arme Seele. Dann unter
Zwang, Arbeiten verrichten wie z. B. Tierversuche. Der Lohndruck,
die Elsässer waren billiger und machten alles fürs Geld, ich musste
deshalb anstrengenderweise immer der Beste sein. Tierversuche,
Radioaktivität und Chemie und Physik ohne gleichen. Oh, wie mich das
alles anekelte und in der Magengrube stecken blieb. Oh, nicht, doch!
noch mal Tierversuche, diesmal mit Hunden und Herzmitteln. Ich
musste zudienen, dienen, den Herren in Weiss. Zusehen, musste ich
Ihren Spielchen, um an mir Macht und Intrigen zu erfahren.
Tiefstehendes, armseliges, menschliches Gerangel um Eitelkeiten.
Alles doch schon einmal da gewesen und nichts Neues unter der Sonne.
Da war ich mitten drin. Verkappte Minderwertigkeit, ersetzt durch
Arroganz und Überheblichkeit. Es war schrecklich. Ich hielt es nicht
mehr aus, in diesem Milieu, ich wurde krank vom Gestank des
Hochfrequenzskalpells. Es roch jeden Tag nach verbranntem Fleisch.
Und das alles in einem Kantonsspital, hinter den Kulissen. Ich
konnte nicht mehr.
Dann war ich Arbeitslos!
1981
Das Glück, ich war bei mir zur zu jener Zeit, war ich in einer
Yogaschule und lernte dort das Leben lieben, meinen lieben Ju_Peter
zu begleiten, und sehr viel Lebenswertes mehr. Ich flüchtete,
trotzdem weg von der Industrie und suchte das Weite, meine kleine
Familie musste mitkommen.
Es war die Gelegenheit, in der alten Käserei von Soglio einen Start
ins Unabhängige vorzufinden. Die Frauen im Dorf brachten mir sehr
gerne Ihre Morgenmilch und hatten dann frei um zu Heuen und die
Ernte ein zufahren. Die Abendmilch, die bekam ich nicht zum
Käsemachen. Die Abendmilch verkästen die fleißigen Ziegenbäuerinnen
und stellten am Abend die Frischkäse auf Ihre Fensterbretter um
diesen, nächsten Tages an die Touristen zu verkaufen. Alle hatten
Sie etwas davon mir die Morgenmilch zu überlassen. Eine perfekte
Symbiose, also mit Nachhaltigkeit inklusive.
Danke Peter für die Aeonen und die Er-Innerung.
Wir gingen zu Dritt. Ich meine Frau und Isabel, gerade 14 Tage alt,
ja sie war auch schon so früh dabei. Ihr ging es am 29. Juli nicht
gut, wir mussten auf dem zugeschneiten Julierpass übernachten und
das hat meiner kleinen Tochter in der trockenen Luft des keinen,
elektrisch beheizten Hotelzimmers fast das Atmen verunmöglicht. Ich
konnte nichts tun. Am Morgen ging es wieder weiter nach Castasegna,
dem Kastaniendorf an der Schweizerischen/Italienischen. Grenze. Wo
wir im Bergell wohnten.
Zuerst stellten wir in der alten Käserei von Soglio Ziegenbutter für
die „Soglio-Produkte“ her, mit den ganzen 40 Litern Ziegenmilch die
wir hatten. Der Gewinn aus dem Produkt daraus reichte aber nur um
die Selbstkosten an eingekaufter Milch, herauszuholen. Die Zeit für
die Arbeit nicht einmal gerechnet.

Nachdem wir von der Ziegenbutter-Story, auf die Produktion von
Ziegenmilchprodukten wie Formaggini Frischkäse, den Mascarplin und
frischen Zieger samt Molkofit einem Diaethetikum der besonderen Art
umgestellt hatten, konnten wir aufatmen. 5 Jahre lang dienten wir
dazu, in unserem Lokal die Erzeugnisse der Fa. „Soglio-Produkte“ zu
verkaufen. Das taten wir fleißig und beliebt aber am Ende jeder
Saison, hatten wir wenige Franken in der Kasse, es kam noch etwas
hinzu, das was wir aus dem Rest der Ziegenmilch noch
herauswirtschafteten konnten. Das ist ein Rest der zur Existenz der
unteren Limite noch zählt aber es war nicht viel.

Das Geschäft lief gut, aber noch nicht gut genug um den Winter
über dort bleiben zu können. Ich musste ins Unterland um Arbeit zur
Überbrückung zu finden. Gut gemacht Horst im Rückblick. Bravo Horst.
Deine Preispolitik beim Ziegenkäse war Lebenserhaltend und sichernd.
Ein selbst gemachtes, mit frisch gepflückten Himbeeren aus dem
eigenen Garten, geleckerten Ziegenyogurtgenuss zu trinken, da
verlangten wir den Preis eines gekühlten CocaColas, wie im
Restaurant - Selbstbewusst.
Auch stellte ich, trotz Todesdrohungen, einen einladenden
Granittisch, umrundet mit kleinen zum Stuhl einladenden
Baumstämmchen als Sitzgelegenheit vor unsere Ladentüre. Das war auf
dem Mätteli vor dem Haus, das wir „La vecchia latteria“
nannten.
Um Kunden heranzulocken, wenn’s auch manchmal nur wenige hatte im
Dorf, ließ ich aus den Bachwerken von Glen Could die Klavierstücke
von Johann Sebastian Bach über die Stille schallen und freute mich
am Fang eines Kunden und oder eines Gesprächs. Die Begegnung mit den
vielen Menschen im Laden, sie waren so vielfältig wie die Welt.
So war’s uns als Aussteiger von Gottesgnaden ergangen.
Fünf folgende
Winterperioden schafften endlich den Druck, den zu erzeugen um damit
etwas für die eigene Existenz freizusetzen, welches, das sich
unselbständig fühlende Bewusstsein bis hierher zurückgehalten hatte.
Die Jährlichen Saison Effords, den Hunkeler und Ermattingers, sprich
Soglio-Produkte, ihren Visionen zu dienen, dabei selbst nicht das
zum überleben zu haben, das genug wäre, um damit ein Wachstum der
geschäftlichen Art, das heißt Geschäftsentwicklung verwirklichen zu
können. Schwere Zeiten waren das allemal, ohnehin 1986 Tschernobyl,
radioaktive verseuchte Ziegenmilch. Oh je! Niemand wollte mehr
Marcarplin, außer dem Madenheer das es aufgefressen hat. Verdorben
war alles.
1988...
...war die Zeit reif und die „Linea-Bregaglia“ wurde
gegründet. Das war ein Fest. Plötzlich prangte unser Firmensignet,
in der rechten Ecke des kleinen Milchgeschäftes, mit seinen
Sonderoptionen.

Und dann Schlag auf Schlag die Vorstellung der LB an der
Erfindermesse in Basel. Silbermedallie. Ich war dankbar. Die LB war
geboren.
Das war der Anfang
Gerade elf Jahre lang, floss der Segen der Ziegenmilch aus der
berühmt gewordenen Ziegenherde von Soglio, danach war Schluss. Trotz
trutzen und sapperlott, unsere Unternehmung bestand alle Hürden.
"Linea-Bregaglia" begann zu blühen.

Wunderschön.

Moderne Zeiten, alles
ist im Überfluss, was könnte man mehr haben?
Die Ziegen waren und blieben weg. 1992. Ja, Ja die
Männer_Wirtschaft.

In der Potenz der Kastanien, da waren die neue Wege, die wir fanden
um uns geschäftlich weiter zu entwickeln. Inzwischen war aus der
Chäsi in Soglio, ein niedliches, stattliches, klein’odiges Lädelchen
vis a vis der Kirche von Soglio entstanden. Sein Name, „la
vecchia-Latteria“.

Die
Produktpalette, (alles selber gemacht!) erweiterte, sich zusehends
und wurde übersichtlich, mit manch guter Idee darin verwirklicht.

Um nicht am Überfluss
an Arbeit zu ersticken, machten wir uns auf die Suche nach Mithilfe.
Wir wollten als ein so kleiner Betrieb keine Angestellten. Wir
wurden in der geschützten Werkstätte Ufficina fündig und haben dort
seit sehr vielen Jahren Zusammenarbeit mit Synergie gefunden. Sehr
gesund, hilfreich und gut für alle. Danke Herr Detlev Waack seiner
Loyalität, die vielen Jahre. Meinen Behinderten Freunden auf den
Fotos, diesen Herzensfreunden meinen besonderen Dank, der viel zu
wenig auszudrücken vermag, wie sehr ich mich über die Ufficina und
Ihre Leistung, die sie der „Linea-Bregaglia“ gegenüber seit
langer Zeit aufrechterhält, erfreue.

Wir machten es sehr
gut, und gaben manche und viel Hoffnung an die Touristen weiter, und
manchmal war es sogar so, da mussten wir auch helfen dass sich die
Touristen im Dorf zurechtfanden. Wohin mit den Bussezetteln das
einem alten Ehepaar gesteckt wurde? Der Mann stand kurz zuvor
keuchend in der Türe und bat uns im Laden um etwas Münz, um das
Unheil am Parkplatz abzuwenden. Doch alles ist zu spät. Mit
Opernglas bewaffnet hat, sich schon ein Wegelagerer, die Busse
anonym dem zu beschadenden Touristen ans Automobil geheftet. Traurig
war es allemal, uns hat’s bedauert.


Die Jahre gingen, die
Angst wurde größer und größer, das Lokal zu verlieren an die potente
Polenta im Dorf, die ruinierten.
Das ist dann auch geschehen im September 2004. Passiert, nach
so vielen Jahren der Schinderei um ein kleines Lebensrecht. Tragisch
wenn ich bedenke unser Arbeitsplatz in Soglio, einfach so weg.
Der Neid ist halt, ein großer Verneiner alles Guten.
Ich habe in all den Jahren in Soglio gelernt, den Neid verneinen.
Ich bin aber wohlbehalten und sehr, sehr glücklich übrig geblieben.

Seit Ende September 2004 ist die Firma "Linea-Bregaglia",
in den Besitz von Urs Hafner übergegangen, so wie es mir meine
damalige Lebensgefährtin empfohlen hat. Die Symbiose von Horst und
Urs ist eine Fügung, welche beide Menschen, tief verbindet und
welche sich gegenseitig, im einmalig verbundenen Schicksal segnet.
So erfahre ich jetzt in mit Genuss bei der Übergabe meines
Lebenswerkes, an meinen Freund Urs dabei zu sein. Es gilt jetzt die
Brüderlichkeit im Leben zu erfahren.
Seit Dezember 2006 ist nun Irmgard Deutschmann die Inhaberin der "Linea-
Bregaglia!"
Lassen Sie mich ein Schlusswort finden, das auf meine Weise versucht
mein gutes, wunderbares Leben zusammen zu fassen:
„Tragisch, wahr und
komisch. Tragisch wahr und positiv.
Tragisch wahr und wirklich. Verbunden mit allem was da ist.
Das was im Kosmos alle machen, ist An und Aus zugehen,
gleich dem Lichte aller Schöpfung, fügt Schicksal es dem Schicksal
zu.
Weil all dies göttlich ist, so heilt letztendlich,
diese Wahrheit, in einem Schritt zum Du.“
Für alle Interessierten Leser, dieser, meiner Naturgeschichte, sei
hier angemerkt:
„Ich schreibe weiter. Weg, dies frisch vom Bauch, und heraus,
hinaus aus meinem Herzen, um alle jene Menschen zu Ermutigen, die
sich die Zivilcourage, zum Lebensbaume machen.“
Ich bin poetisch geworden und drücke aus, was einst Ist, und mir
eingedrückt.
Muster zum Knabbern, folgen hierzu sporadisch, mit Bildern und evt.
sogar Musik.
Bild, Ton und Wort sind die Musikinstrumente jeder Seele.
Schaffen Sie einen Link zu
www.holographyc-arts.ch, da finden Sie etwas schräges, das dort gerade gerichtet ist.
Wen es interessiert, meinen Bericht, mit noch mehr Hintergründen zu
erfahren.
Auf geht’s Kontakt und Berührung. Hop, ab und in das
Gästebuch
schreiben. Freude.
Viel Vergnügen!
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